RV Albachten

 
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Start Aktuell Der RVA in der Presse Greven überrascht und jubelt
Greven überrascht und jubelt Drucken
Montag, den 18. Januar 2010 um 07:20 Uhr

MÜNSTER Der Favorit ist gestürzt, der Titelverteidiger enttrohnt. In einem spannenden und dramatischen Finale löste der RFV Greven den letztjährigen Champion ZRFV Albachten als Sieger im 74. Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster ab. Allerdings profitierte Greven bei seinem Triumph vom Verletzungspech der münsterschen Equipe



Noch nach den beiden ersten Teilprüfungen – der Dressur und der Mannschaftskür – führte Albachten das Feld der 13 Mannschaften an. Doch lag zwischen dem Spitzenreiter und seinem ärgsten Verfolger Greven weniger als ein Springfehler. Für Spannung war also bereits im Vorfeld gesorgt.

Und diese spitzte sich im Verlauf des in zwei Durchgängen – erstmals umrahmte die „Bauernolympiade“ das Championat von Münster – aufgeteilte Mannschaftsspringen zu. Vor der Unterbrechung änderte sich der Abstand der beiden Konkurrenten nicht. Sowohl Albachten als auch Greven verbuchten einen fehlerfreien Ritt. Das Rennen um den Gesamtsieg musste sich also am Nachmittag entscheiden.


Sommer muss passen

Als letzte Teams mussten die beiden heißesten Titelanwärter vor über 3000 Zuschauern in der ausverkauften Halle Münsterland in den Parcours – und standen plötzlich gehörig unter Druck. Denn dank dem perfekten Ergebnis von vier Nullrunden mischte sich der RV St. Georg Saerbeck in den Titelkampf ein. Greven eröffnete also den Showdown, patzte aber in Person von Rebecca Hofmann, die sich einen Abwurf erlaubte. Doch ihre Teamkolleginnen Claudia Rüscher und Lea Knüver bügelten den Fauxpas aus und bugsierten Saerbeck von der Spitze.

Nun stand Albachten unter Zugzwang, benötigte von allen drei Starterinnen einen Null-Fehler-Ritt. Sophie Holkenbrink und Debütantin Lena Farwick lösten ihre Aufgabe mit Bravour. Nun wartete alles mit Spannung auf Schlussreiterin Henrike Sommer. Doch sie kam nicht! Ihr Pferd Sunshine hatte sich morgens beim Transport verletzt, ein Start wäre zu riskant gewesen. „Klar hätten wir gerne wieder gewonnen. Doch die Gesundheit des Pferdes geht vor“, erklärte Albachtens 1. Vorsitzender Martin Farwick. Doppelt bitter war das Aus für Sommer, die nicht nur den Mannschaftstitel verlor, sondern auch einen möglichen Einzeltriumph kampflos verpasste.


Albachtens Pech sorgte für Grevener Glücksgefühle. „Sie sehen ja, was hier los ist. Es war ein echtes Herzschlagfinale. Wir haben Tränen in den Augen“, sagte Reitlehrer Reinhard Engeler, der für Grevens ersten Titel seit 1983 verantwortlich war. Es waren aber nicht nur Tränen der Freude. Vor wenigen Wochen verstarb plötzlich ein junger Angehöriger eines Grevener Teammitglieds. „Ihm widmen wir den Sieg“, sagte Engeler.


mz Von Henner Henning am 17.01.2010 18:00 Uhr
 

 

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